Musiklager Seeland von Mäder Raphael

Sommer, Sonne, Sonnenschein und dazu ein bisschen Musik. Was gibt es Besseres
als eine Woche lang mit FreundInnen und alten Bekannten zu musizieren und
darüber zu diskutieren und philosophieren. Wie nahe einem die Stücke gehen,
versteht jeder und jede, der oder die im Lager vorbeischaut und im ganzen Haus die
Rhythmen und Melodien von «Malaguena» und «Rose des sables» hört.

Auch wenn anfangs Woche einige Claude Francois und Jacques Revaux’s «My way»
noch etwas zu wörtlich interpretierten, und Werke wie «Hindenburg» in der ersten
Gesamtprobe noch ungewollt dramatisch klingen. Mit Hilfe von unseren
RegisterleiterInnen und vielen intensiven Stunden Registerproben und Einzelstudium
finden wir aber jedes Jahr als eine Band zusammen. Gemeinsam zaubern wir die
Magie der Musik in die Luft, so dass am Schlusskonzert jeder und jede im
Konzertsaal sagt: I’m «Feeling Good».

Natürlich geniessen wir in dieser Woche auch das Lagerleben in vollen Zügen. Hart
umkämpfte Ballspiele, knifflige Postenläufe, epische Minigolfduelle und
gemeinsames Singen sind nur einige dieser Pausenaktivitäten. Für manchen
Passanten sieht das von Weitem wohl wie ein kleiner «Jurassic Park» aus.

Selbstverständlich gehört, ganz im Sinne von allen MusikantInnen, auch das Essen
dazu. Vom Luxus-Burger über verschiedenste Salate bis hin zu einem Risotto-Buffet,
essen wir eine Woche lang wie im kulinarischen Schlaraffenland. Gewiss fehlten
auch Früchte und Mitternachtssnacks nicht. Die Nacht ist den älteren
TeilnehmerInnen vorbehalten. Die dürfen gemeinsam unter den Sternen sitzen, den
Tag ausklingen lassen, und sich wie «Star Wars Heros» fühlen. Dabei entsteht die
eine oder andere «Böhmische Lagerliebe».

Acht Tage voller wundervoller Klänge lassen kein MusikerInnenherz unberührt. Damit
diese Woche voller Glücksmomente noch weiterhin stattfindet, erklärten wir uns
bereit, die Lagerleitung zu übernehmen. Wir, das sind ein Team aus älteren
TeilnehmerInnen, darunter drei der Musikgesellschaft Ins-Mörigen. Aussagen
unserer JungbläserInnen machten es uns leicht diese Verantwortung zu
übernehmen.

«Ich bin nächstes Jahr wieder dabei, weil ich sehr schnell Freunde gefunden habe
und das Musizieren miteinander sehr viel Spass macht. Wir spielen mehrstimmig und
mit verschiedenen Rhythmen und die Ergebnisse klingen dadurch immer cool»
Zitat Nyke Bohm

«Es war cool, weil man viele andere kennenlernt, die auch gerne Musik machen. […],
weil es Spass macht, mit allen anderen Musik zu machen und es lustig zu haben.»
Zitat Noe Scheurer

Dies sind zwei von unzähligen positiven Rückmeldungen. Es wäre doch unendlich
schade, dass jemandem so eine emotionsreiche und euphorisierende Woche
vorenthalten bleibt. Ich persönlich hoffe, alle TeilnehmerInnen nächstes Jahr wieder
anzutreffen, denn wie es schon Peter Reber sagte, was wäre «Io Senza Te»!

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