Emmentalischer Musiktag Wasen von Derungs Chantal

Für eine optimale Vorbereitung auf einen grossen Wettbewerb wie das Eidgenössische Musikfest ist eine zielstrebige, intensive Probearbeit mit viel Engagement von allen Beteiligten sicherlich der wichtigste Faktor. Sehr nützlich ist es aber auch, seine Arbeit vorgängig von aussenstehenden Experten überprüfen zu lassen und sich mit anderen zu messen. Als uns unser Dirigent Cedric Fuhrer eine Teilnahme am Emmentalischen Musiktag in Wasen als Alternative zu einem Vorbereitungskonzert vorschlug, waren die Mitglieder der MG Ins-Mörigen sofort zu haben. Zum einen weil es immer spannend ist, an einem neuen Ort etwas Neues zu erleben. Und zum anderen, weil der Dirigent der Musikgesellschaft Wasen Cedrics Bruder Marc ist und die Organisation für uns dadurch relativ unkompliziert war.

Also fanden wir uns am Samstag, 28. Mai nach einer Fahrt durch das schöne Emmental in Wasen ein. Nicht alle Navis führten ihre Fahrer über die gleichen Hügel und Täler dahin, aber alle kamen wohlbehalten und rechtzeitig an. Viele suchten als erstes die heimelige Kafistube auf, wo einem die feinen Backwaren der Landfrauen im Verlaufe des Tages immer wieder hinlockten.
Der Emmentalische Musiktag ist ein konventioneller Musiktag, bei welchem es eine Bewertung durch einen Experten gibt, aber keine Rangliste. An unserem Auftritt in der gut gefüllten Turnhalle spielten wir zuerst das Aufgabestück für das Eidg. in Montreux „Colorado“ und danach unser Selbstwahlstück „Jubilate“. Das Aufgabestück, welches wir erst Mitte April erhalten hatten, gelang einigermassen gut, auch wenn das eine oder andere noch nicht wirklich optimal lief. Mit unserem Vorspiel des Selbstwahlstücks „Jubilate“, welches glaube ich mittlerweile allen sehr ans Herzen gewachsen ist, waren wir hingegen sehr zufrieden.

Toll war, dass der ganze Verein am Expertengespräch mit Reto Näf teilnehmen konnte. So konnten alle aus erster Hand erfahren, was noch zu verbessern sei. Die Beurteilung war sehr gründlich und machte deutlich, dass es noch so einiges an Arbeit für die verbleibenden Wochen gibt. Sie war aber auch sehr motivierend und zeigte auf, dass wir auf einem guten Weg sind.

Am späteren Nachmittag folgte ein Konzertauftritt in der Festhütte vor einem begeisterten Publikum, bestehend vor allem aus Musikanten der anderen Vereine. Überhaupt war ich persönlich überrascht darüber, dass nicht mehr Nicht-Musikanten tagsüber dem Fest einen Besuch abstatteten. Vielleicht lag es daran, dass fast die gesamte Bevölkerung als Helfer eingespannt war . Abends tauchte sie jedoch auf die Waseler Bevölkerung, als es um die Marschmusik und den Gesamtchor (und das anschliessende Fest) ging. An der Marschmusik fiel auf, dass im Gegensatz zum Seeland fast alle Vereine im Emmental noch einen Hut tragen und dass wir mit unseren schwarzen Hemden fast als Exoten betrachtet wurden.

Am Abend stieg bis in die späte Nacht eine wilde Fete mit dem Konzert der Luzerner Harmonie Marbach und der Partyband „Wiuds Heu“. Die Betten der 18 Musikanten, welche die Nacht im Massenlager verbrachten, blieben entsprechend lange kalt.
Zurück bleiben schöne Erinnerungen an einen erfolgreichen Tag und spannende neue Erfahrungen. Danke Cedric, Marc und der MG Wasen, es het gfägt!

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