Probewochenende 29. und 30. Oktober von Tschannen Andrea

Am Wochenende vom 29. und 20. Oktober 2016 stand auf dem Probeplan der MG's Mörigen + Ins: Probenwochenende – Vorbereitung fürs Jubiläum. Ohne genau zu wissen, was uns also erwarten würde (unser Dirigent ist ja immer wieder für eine Überraschung gut), versammelten sich die Inser + Möriger um Punkt 9.30 Uhr auf der Bühne in der MZH Mörigen.

Los ging es mit dem Einspielen, ein schöner Choral, schön ruhig, genau das richtige für einen Start ins Probenwochenende, aber – wir alle kennen ja Sedric (dies ist kein Schreibfehler, für dieses Wochenende hiess unser Dirigent Sedric, dazu später mehr), es wäre ja langweilig, den Choral so zu spielen wie er notiert ist und schliesslich müssen auch die müden Geister in den Musikanten geweckt werden. Also, das wurde der schöne Choral einen Ganzton tiefer, später einen Ganzton höher (= Transponieren) gespielt und schon fing es an: Die falschen Töne schlichen sich in den Choral ein. Also das Ganze nochmals von vorne, dafür kehren wir noch die Dynamik um (wir hatten ja mit dem Transponieren ja gar keine Probleme, deshalb war auch zwingend eine Steigerung der Schwierigkeitsstufe nötig), also aus Forte wird Piano, ein Crescendo zum Decrescendo etc. Ja, und wenn es dann noch nicht genug gewesen wäre, das Ganze noch im Staccato. Aber wir wollten ja noch anderes üben als ein Choral und Sedric hatte irgendwann auch Erbarmen mit uns, schliesslich stehen ja auch diverse Ständli und natürlich das Adventskonzert unmittelbar vor der Türe. Und wie war das noch mit den Vorbereitungsarbeiten fürs Jubiläum?

Und so ging es munter weiter durchs Programm, es wurde ausgestimmt, einzelne Stimmen genauer unter die Lupe bzw. die Finger genommen, mit Leuchtstiften und Bleistiften in den Noten herumgekrizelt und natürlich auch viel gelacht. Nun, kommen wir zurück zum S in Sedric. Wie Sie vielleicht wissen, werden die Noten manchmal mit Buchstaben versehen, also anfangen tut es mit A und so 8 Takte später kommt B, weitere 8 Takte später C usw. (ich nehme an, Sie haben System verstanden?). Wenn also der Dirigent irgendwo im Stück unterbricht, sagt dieser dann oft "Wir beginnen bei B wie Bertha oder E wie Emil." Äusserst praktisch, ausser der Dirigent sagt: "Wir beginnen bei S wie Cedric." und schon wurde angezählt und wie es so kommen musste, war die eine Hälfte der Band beim Buchstaben S (was logisch war, da wir an dieser Stelle am üben gewesen wären) und die andere Hälfte, die sich verunsichern liess, startete bei C. Schön hat es geklungen!

Die Zeit verging vorbei wie im Fluge und schon bald wurde zu Mittag geläutet. Bei einer heissen Suppe zum Aufwärmen (war leider nicht so warm in der MZH), Brot und feinen Käse- und «Fleischplättli» konnten wir für unser leibliches Wohl sorgen (kleiner Tipp: mit etwas zum Essen kann man uns eigentlich immer ködern), bevor es mit dem Nachmittagsprogramm weiterging, gab es sogar noch etwas Kuchen und Kaffee: An dieser Stelle nochmals Merci viel Mal allen Kuchenbäckerinnen und Gaby, welche immer gut für unsere Mägen sorgt!

Am Nachmittag wurde dann endlich das Geheimnis über das Jubiläum gelüftet. Wie vielleicht noch nicht alle wissen, feiert die MG Mörigen nächstes Jahr 125 Jahre. Das wollen wir natürlich feiern und zwar auch mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Nun, zu viel wollen wir noch nicht verraten, aber so viel sei gesagt: Das Programm steht und es wird gigantisch!!! Und das Ganze soll am 1. April 2017 (kein Scherz) stattfinden – also reservieren Sie sich bitte unbedingt diesen Termin!!!

Aber wie es so ist, Gigantisches kann nicht durch wenige Leute alleine gestemmt werden. Also wurden wir alle in Gruppen aufgeteilt, welche sich Gedanken zu einem bestimmten Teil des Programms machen sollte (z.B. Bühnenbild, Sponsoring, etc.), folglich trugen wir den ganzen Samstagnachmittag Gedanken und Ideen zusammen, verwarfen sie wieder, verfeinerten diese, spannen Ideen weiter, bis die Köpfe rauchten und wir um 16.00 Uhr in den Feierabend entlassen wurden.

Wissen Sie, was das gute an den Probewochenenden ist? Dieses fällt meistens auf das Wochenende der Zeitumstellung. Nachdem wir also eine Stunde länger schlafen durften, ging es am Sonntag um 9.30 Uhr dann auch schon wieder los. Nachdem wir am Samstag den wunderschönen Choral Nr. 13 mit Transponieren etc. mehr oder weniger zum Klingen gebracht hatten, wurde von unserem Dirigenten getestet, ob wir alle bis 8 zählen können. Sie fragen sich jetzt sicher, wie das denn schwierig sein kann, es ist doch nur bis 8. Aber glauben Sie mir, wenn Sie am Sonntagmorgen zugehört hätten, wären Sie eines besseren belehrt worden. Das Ganze funktioniert so: Auf 1 wird immer ein Ton gespielt, dann zählt man auf 8 und spielt einen Ton, es geht aber unmittelbar weiter indem man wieder bei 1 mit zählen beginnt und es folgt folglich ein weiterer Ton, dann zählt man bis 7 und spielt den Ton, zählt wieder bis 8, beginnt wieder bei 1 (Ton), der nächste Ton kommt auf 6 und 1, dann auf 5 und 1, dann auf 4 und 1, dann auf 3 und 1 und dann auf 2 und 1 (etwas kompliziert, oder? Glauben Sie mir, für uns auch! ). Ah genau, und damit es ja nicht zu einfach ist, darf man nicht mit dem Fuss die Schläge klopfen und das Dirigentenstöckli wird auch nicht geschwungen. Nun, aber wir waren auf jeden Fall dann alle Wach!

Der restliche Morgen wurde dann aber vollumfänglich dem Programm der bevorstehenden Auftritte, insbesondere dem Adventskonzert, gewidmet. Wir würden uns freuen, Ihnen am 4. Dezember 2016 in der Ref. Kirche Täuffelen (14.00 Uhr) und in der Ref. Kirche Ins (20.00 Uhr) die Früchte unserer Arbeit dieses Probenwochenendes vorzutragen!

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